Mitwirkung bei Umfrage Aktionsplan Inklusion

für die Stadt Augsburg

Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung sollen gestärkt werden. Bürger können sich beteiligen

Die Teilhabemöglichkeiten im Alltag von Menschen mit Behinderung in Augsburg stärken – das ist das Ziel eines Beraterkreises, der von Sozialbürgermeister Stefan Kiefer (SPD) 2014 ins Leben gerufen wurde.
Nun wird von dem Gremium ein Aktionsplan mit Bürgerbeteiligung erfasst, der Menschen mit Behinderung noch besser in den Alltag integrieren soll. Das Gremium besteht aus jeweils einem Vertreter des Caritasverbandes, des Hessing-Förderzentrums für Kinder, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie, dem Forum Inklusive Strukturen an Schulen, der Lebenshilfe Augsburg und dem Behindertenbeauftragten Bezirk Schwaben. Sie erhoffen sich von der Befragung, herausfinden zu können, was im Bereich der Inklusion gut läuft, wo die Probleme liegen und Ideen und Anregungen zur Verbesserung zu erhalten.

Um Stimmen einzuholen, gibt es am Samstag, 14. Oktober, von 10 bis 16.30 Uhr eine Bürgerwerkstatt im Kongress am Park. Nach einem Vortrag von Florian Sitzmann, einem bekannten Autor und Sportler mit Handicap, werden sechs Arbeitsgruppen zu verschiedenen Handlungsfeldern angeboten.

Der zweite Teil der Bürgerbeteiligung besteht aus einer Befragung Augsburger Einwohner, die online und in schriftlicher Form, jeweils in Alltags- und leichter Sprache, angeboten wird. Die Ergebnisse werden zusammengetragen und fließen in den Aktionsplan mit ein, der im Herbst kommenden Jahres vorgestellt wird. Der „Aktionsplan Inklusion" orientiert sich besonders an Alter und Lebenssituation der Menschen.

Bürgerbefragung: Der Link zum OnlineFragebogen ist ab sofort abrufbar auf:

www.augsburg.de/inklusion

Der Fragebogen in Papierform ist in Bürgerbüros und -informationen sowie der Stadtbücherei aus- gelegt. Auch bei den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Augsburg ist der Fragebogen erhältlich.

Anmeldungen zur Bürgerwerkstatt unter: sozialplanung@augsburg.de.

 

 


Faschingskracher erobern Herzen der Tagesstättenkinder

Am rußigen Freitag war in der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe Augsburg Faschingsparty angesagt. Als Überraschungsgast traten die Laugnataler Faschingskracher aus Welden unter dem Motto „Walk of Fame“ auf. Eine mit sehr unterschiedlichen Tanz- und Moderationseinlagen gespickte Show führte die jungen Zuschauer in die Welt der Stars und Sternchen. Perfekt geschminkt und frisiert schwangen die Tänzerinnen und Tänzer der Showtanzgruppe nicht nur das Tanzbein, sondern zeigten spektakuläre Hebefiguren. Sie hatten lange getüftelt, bis wirklich jeder Schritt perfekt saß. Der tosende Applaus der Kinder zeigte, dass sich die harte Arbeit gelohnt hatte. Das fröhliche, lustige und tänzerische Prinzenpaar Tanja II. (Trawin) und Dominik I. (Fischer) gewann die Herzen der Kinder im Sturm. Präsident Reinhard Hörwick überreichte Tagesstättenleiter Martin Tielke eine Spende von 1.000 Euro als Erlös aus dem Weldener Benefizgardetreffen. Die Party-Organisatoren Philip Weber und Isabell Dragon, Martin Tielke und stellv. HPT-Leitung Stefanie Dietrich bekamen aus den Händen des Prinzenpaars den Laugnataler Faschingsorden überreicht. Anschließend tanzte ein weiteres Prinzenpaar, Prinz Helmut I. (Fiener) mit seiner charmanten Prinzessin Rebecca I. (Strickert) den Prinzenwalzer mit akrobatischen Hebefiguren, wofür ihre Hoheit den Blütenblätterreifrock ablegte und in kurzem blauen Tüllröckchen eine coole Tanzdarbietung zeigte. Das Prinzenpaar kommt aus Rammingen bei Mindelheim und gehört zur Faschingsgesellschaft Ramminarria. Rebecca Strickert ist Mitarbeiterin der Tagesstätte.

Ein herzlicher Dank geht an die Organisatoren Philipp Weber, Isabell Dragon, Anika Weindel, Alex Schimkus, Marie Löffler, Annabelle Weiß und Johanna Holzer.

 


Präsident Reinhard Hörwick überreichte Tagesstättenleiter Martin Tielke eine Spende von 1.000 Euro als Erlös aus dem Weldener Benefizgardetreffen. Foto: Daniel Speinle
 
 

 

Auszeichnung Firma Storz

Die orangefarbenen Kleinbusse der Firma Storz hat wohl jeder schon mal in Augsburg und Umgebung gesehen. Seit 38 Jahren werden mit ihnen unter anderem Schüler in das Förderzentrum Brunnenschule und andere Königsbrunner Einrichtungen der Lebenshilfe Augsburg gefahren. Die Firma mit Sitz in Lechhausen und 135 Beschäftigten transportiert aber nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern beschäftigt auch welche. Firmeninhaber Günter Storz wurde deshalb am 28. April im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses als „Behindertenfreundlicher Augsburger Arbeitgeber 2014“ geehrt.

Lebenshilfe-Geschäftsführer Ralf Gallep hielt die Laudatio beim Festakt. „Herr Storz ist eng verbunden mit der Geschichte der Lebenshilfe. Seit 1976 fährt er unsere Schüler nach Königsbrunn in die Brunnenschule. Ein gut eingespieltes, pünktliches und erfahrenes Transportunternehmen ist für Schüler eine zwingende Voraussetzung für ein gutes Lernen, eine entspannte Beziehung zu den Eltern und für einen funktionierenden Schulalltag.“

Die Verbundenheit zeigt sich aber auch im „Mütter“-Ausflug, den die Firma seit 1978 einmal jährlich auf eigene Kosten für die Lebenshilfe organisiert. Außerdem war der Busunternehmer von 1977 bis 1984 ehrenamtlicher Vorstand in der Lebenshilfe Augsburg.

Für den 72-jährigen Firmenchef ist die Auszeichnung eine „Bestätigung der Arbeit“. Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, hält er für nichts Besonderes. Günter Storz hat eine einfache und doch effektive Firmenphilosophie. „Wenn man ein offenes Ohr für die Mitarbeiter hat, normal miteinander umgeht und das Betriebsklima stimmt, dann läuft es“.


Firmenchef Günter Storz freut sich über die Auszeichnung als „Behindertenfreundlicher Augsburger Arbeitgeber 2014“. Er wurde vom Behindertenbeirat der Stadt für sein soziales Bewusstsein als Arbeitgeber ausgezeichnet. Mit ihm freuen sich seine Frau Annemarie und Ralf Gallep.

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