Dr. Simone Strohmayr

Mitglied des Bayerischen Landtags und Vorsitzende der Kinderkommission

Kinder mit Behinderung haben in Deutschland seit der Ratifizierung der UN-Behinderten konvention durch die Bundesregierung ein Recht auf Teilnahme am Regelunterricht. Infolgedessen wird auch in Bayern für inklusive Schulstrukturen mobil gemacht. Das ist richtig und wichtig, doch müssen wir darauf Acht geben, dass die Qualität der Bildung erhalten bleibt, dass das Know-how von Fachleuten auch weiterhin Einsatz findet. Wir müssen gemeinsam nach der besten Lösung für unsere Kinder suchen. Mit der Lebenshilfe Augsburg steht allen Menschen mit Behinderung eine hochkompetente Anlaufstelle zur Verfügung, welche die Bedürfnisse des Einzelnen in den Mittelpunkt ihres Tuns stellt. Ich bedanke mich sehr herzlich für dieses außerordentliche Engagement,  wünsche dem Verein weiterhin viel Erfolg und möchte an dieser Stelle dazu anregen, für die Lebenshilfe zu stiften.

 

Inklusion

Ein für uns wichtiges Thema, das zurzeit in der Öffentlichkeit hitzig diskutiert wird, ist die Inklusion. Leider ist diese Diskussion recht einseitig und zielt meist auf die Abschaffung der Förderschulen. Wir – die Lebenshilfe Augsburg – können und wollen uns nicht der Entwicklung in Richtung inklusive Bildung verschließen. Wir sind uns auch im Klaren darüber, dass wir so manches Kind an die Regelschulen „abgeben“ müssen und auch wollen.

Aus unserer schulischen Erfahrung wissen wir aber, dass nicht jeder behinderte Mensch inklusionsfähig und –willig ist. Die Lebenshilfe Augsburg ist deshalb der festen Überzeugung, dass der „Schonraum“ Schule gerade für schwerer geistig Behinderte auch zukünftig Bestand hat. Wir sind von der Notwendigkeit der Institution Förderschule in einem inklusiven System überzeugt und beschreiten deshalb den umgekehrten Weg.

Die Vision der Lebenshilfe Augsburg als Schulträgerin ist, dass sich unsere Brunnenschule für nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler öffnet.

Denn wir wissen um die hohe Qualität unseres Angebotes für ALLE.

Schon heute versuchen wir, verschiedene Aspekte der „schulischen Inklusion“ umzusetzen. Einige Beispiele aus unserer Alltagspraxis:

 

  • Integratives Schülercafé („Café Klatsch“) in der Brunnenschule                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          
  • Mobiler Sonderpädagogischer Dienst, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung                (Angebot der Brunnenschule zur Unterstützung inklusiver Beschulung)    


    Laut Gesetz unterstützt der Mobile Sonderpädagogische Dienst (MSD) Schüler mit Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung, die an Regelschulen unterrichtet werden können. mehr                     

 

  • Partnerklassen an der Königsbrunner Grund- und Hauptschule Nord
                                                                                                                                                                                                                                   Seit acht Jahren gibt es das Modell der Außenklassen in der Grundschule Nord in Königsbrunn: mehrere Klassen der Brunnenschule verbringen ihren gesamten Schulalltag in der Grundschule und stehen in enger Kooperation mit den Partnerklassen der Grundschule.

 

 


 

Interviews mit Eltern zur Inklusion

 

Interview mit Frau M.

LH heute: Frau M., Ihr Sohn Leander besucht die Brunnenschule und war vorher auch hier in der Schulvorbereitenden Einrichtung. Können Sie sich für Leander auch die Grundschule als Lernort vorstellen? mehr

 

Interview mit Frau Z.
LH heute: Frau Z., Sie und Ihr Mann haben sich entschieden, Ihre Tochter an der örtlichen Grundschule einzuschulen. Welche Gründe waren für Sie ausschlaggebend? mehr

 

Interview mit Herrn T.
Herr T.: 1997 wurde unsere Tochter Klara mit dem Down-Syndrom geboren. Seitdem haben wir uns für die Frage interessiert, wie wir sie in ihrer Entwicklung am besten fördern können. Meine Frau und ich waren auf einigen bundesweiten Kongressen zum Thema Down-Syndrom und sind dort schon früh mit dem Thema Integration in Berührung gekommen. mehr

einfach anklicken ...

 







powered by webEdition CMS